Der heilige Maximos Kausokalybites: Eine nachbyzantinische Ikone aus der Skete von Kausokalyvia

Ikone des Heiligen Maximos Kausokalybites mit Christogramm, Skapulier und Mantel
In dieser detaillierteren Ansicht offenbart die Ikone des Heiligen Maximos Kausokalybites das Christogramm-Feld an seiner Hüfte und den ockerfarbenen, steinigen Boden unter seinem roten Mantel.

Das Feuer zieht sich wie ein roter Faden durch die Biografie dieses Athos-Einsiedlers, fast so beharrlich wie durch seinen Namen. Es lohnt sich, mit dem Beinamen zu beginnen, bevor man sich der Ikone selbst zuwendet: Kausokalybites, „der Hüttenbrenner“, ein Titel, den er sich durch seine Gewohnheit verdiente, jede seiner notdürftigen Unterkünfte in Brand zu setzen, bevor er eine neue errichtete. Die Ikone des Heiligen Maximos Kausokalybites, die von einem unbekannten Künstler gemalt wurde und heute im Kyriakon der Heiligen Skete Kausokalyvia auf dem Berg Athos aufbewahrt wird, stammt aus dem 18. Jahrhundert, einer Zeit, in der die nach ihm benannte Gemeinschaft weiterhin Porträts ihres Gründungs-Einsiedlers in Auftrag gab, um sie in ihrer eigenen Kirche zu verehren.

Vor einem ununterbrochenen schwarzen Hintergrund steht der Heilige frontal, ein älterer Mönch, dessen langer, rotbrauner Bart in locker gemalten, drahtigen Strähnen fast bis zur Taille reicht. Die einzelnen Locken sind durch feine, dunkle Linien voneinander getrennt. Eine dunkle Mönchskutte umrahmt das Gesicht eng und trägt nahe der Stirn ein kleines Kreuz, das dem Koukoulion des Großen Schemas entspricht. Darüber fällt ein roter Mantel, dessen Falten durch wiederholte, fast gekratzte, parallele Pinselstriche geformt sind, die das Licht ungleichmäßig über Schultern und Ärmel fangen. Der vergoldete Heiligenschein hinter seinem Haupt ist mit einem Rand aus punzierten, punktartigen Ornamenten verziert, und zu beiden Seiten identifiziert ihn ein Titulus in einer archaisierenden, kantigen Schrift: Ο ΑΓΙΟΣ ΜΑΞΙΜΟΣ. Das Gesicht selbst ist spärlich modelliert, mit einer hohen Stirn, tief liegenden Augen und einem direkten Blick, der wenig Raum lässt für die weicheren, nachdenklicheren Ausdrücke, die in einigen zeitgenössischen kretischen Werken zu finden sind.

Ikone des Heiligen Maximos Kausokalybites, Halbfigurenporträt vor dunklem Grund
Diese Ikone des Heiligen Maximos Kausokalybites zeigt den Athos-Eremiten in Halbfigur, seinen vergoldeten Heiligenschein mit punziertem Ornament verziert und seinen Blick nach vorn gerichtet.

Die Geste der Ikone des Heiligen Maximos Kausokalybites

Seine rechte Hand liegt eng am Körper an, die Finger unter dem roten Tuch zu einer lockeren Faust geballt, während seine linke Hand auf Brusthöhe erhoben ist, die Handfläche dem Betrachter zugewandt. Ein Strang einer Gebetsschnur ist über ihre Finger geschlungen und hängt in Form kleiner weißer Perlen herab. In der etablierten Symbolik der orthodoxen Ikonenmalerei trägt die offene Handfläche eine eigene, feste Bedeutung: Sie symbolisiert Jungfräulichkeit und ein asketisches Leben. Hier ist sie eher mit dem Komposchoinion als mit einer ausdrucksvolleren Segensgeste verbunden.

Weiter unten auf dem Relief, wo sich die Komposition bis zur Taille weitet, hängt ein dunkles Skapulier an einem gekreuzten Riemen in der Körpermitte. Seine abgenutzte Oberfläche trägt die Inschrift des Christogramms IC XC NIKA in einem Medaillon. Darunter öffnet sich der Mantel und gibt den Blick auf ein orange-ockerfarbenes Untergewand frei. Der Hintergrund selbst teilt sich in zwei horizontale Streifen: einen blauen Streifen über einem ockerfarbenen Feld – eine sparsame Andeutung von Meer und kargem Fels, die einem Heiligen angemessen ist, der seine Tage eher in den Schluchten des Athos als innerhalb seiner Klostermauern verbrachte.

Der Überlieferung nach lebte Maximos im 14. Jahrhundert in Lampsakos am Hellespont und fühlte sich früh zum Klosterleben hingezogen. Bevor er den Berg Athos erreichte, soll er Thrakien und Konstantinopel durchquert und verschiedene Formen asketischer Disziplin erprobt haben, bis er sich schließlich an den unzugänglichsten Hängen der Halbinsel niederließ. Das wiederholte Niederbrennen seiner Behausungen, nach dem die Skete von Kausokalyvia später benannt wurde, wurde von späteren Hagiographen weniger als Zeichen von Instabilität denn als bewusste Weigerung gedeutet, eine Behausung zum Besitz werden zu lassen. Maler, die sich einer solchen Persönlichkeit näherten, legten selten Wert auf ein Porträt im dokumentarischen Sinne; wichtig war vielmehr die Verdichtung einer ganzen spirituellen Biografie in wenigen lesbaren Zeichen – Bart, Mantel, Heiligenschein, Geste –, die sich über Generationen hinweg in den für den Andachtsgebrauch der Skete angefertigten Kopien wiedergeben ließen.

Stilistisch gehört das Relief zur breiten Strömung der Athos-Ikonenmalerei, die in der Region in den nachbyzantinischen Jahrhunderten entstand. Die Draperie ist durch skizzenhafte, etwas trockene Parallelstriche gestaltet, die Hauttöne sind zurückhaltend modelliert, und die frontale, unbewegliche Haltung verleiht der Figur eine betont hieratische Ausstrahlung. Fehlstellen und Abrieb sind auf dem dunklen Hintergrund und an den Rändern des Mantels sichtbar – Gebrauchsspuren, die eher auf eine lange Verwendung im liturgischen Dienst innerhalb der eigenen Kirche der Skete als auf Lagerung oder Ausstellung an einem anderen Ort hindeuten.

(Die Übersetzung wurde von F. Kalimeris redigiert.)

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