Byzantinisches Enkolpionkreuz im Kloster Vatopedi

Byzantinisches Enkolpionkreuz aus Stein mit gravierten Goldbeschlägen und Perlen
Byzantinisches Enkolpionkreuz aus dem 13.–14. Jahrhundert aus dem Kloster Vatopedi, bestehend aus einem dunklen Steinkörper mit gravierten goldenen Endbeschlägen und Perlen.

Dieses byzantinische Enkolpionkreuz aus dem 13./14. Jahrhundert vereint einen dunklen Steinkorpus mit geschnitzten und gravierten Goldbeschlägen und Perlen. Es wird im Heiligen Kloster Vatopedi aufbewahrt und gehört zu einer bedeutenden Gruppe byzantinischer Enkolpien, die mit dem Kloster in Verbindung stehen. Diese zum Aufhängen gefertigten Objekte zeichnen sich durch eine beachtliche Vielfalt in Form, Material und Verarbeitung aus.

Das Kreuz besitzt eine kompakte, klar definierte Silhouette. Sein Steinkern ist am Schnittpunkt der Arme breit und geht in vergleichsweise kurze seitliche Enden über. Vor dem dunklen Untergrund bilden die goldenen Beschläge einen deutlichen Materialkontrast: Rechteckige Goldelemente umschließen die vier Enden, die jeweils mit kleinen gravierten oder geschnitzten Verzierungen versehen sind. Feine Linien sind auch im Stein selbst erkennbar, doch ihre dezente Ausstrahlung lässt das Material des Kreuzes optisch dominieren.

Byzantinisches Enkolpion-Kreuz: Gold, Stein und Perlen

Am oberen Ende kennzeichnet die Aufhängeschlaufe das Objekt eindeutig als Anhänger zum Tragen oder Aufhängen. Zwei Perlen flankieren die Schlaufe und setzen neben dem kunstvoll gearbeiteten Gold einen sanften, leuchtenden Akzent. Derartige Aufhängungen, mitunter ergänzt durch Perlen oder Edelsteine, finden sich bei byzantinischen Enkolpien, die in Vatopedi erhalten sind.

Die Goldverzierungen, die sich an den Enden konzentrieren, bilden beinahe einen kostbaren Rahmen für das Steinkreuz. Die gravierten Flächen sind in ihrer Größe zurückhaltend gehalten, angemessen für ein Objekt, das zur näheren Betrachtung bestimmt ist. Stein, Gold, lineare Ornamente, Perlen: Auf kleinstem Raum erzeugen die Materialien ein Wechselspiel von Schatten und Lichtreflexen.

Das Stück ist als Werk des 13./14. Jahrhunderts aus Stein, geschnitztem und graviertem Gold sowie Perlen dokumentiert und befindet sich in der Sammlung des Heiligen Klosters Vatopedi. Seine kompakte Bauweise und die Aufhängung ordnen es der breiteren Tradition byzantinischer persönlicher Andachtsgegenstände zu, für die der Begriff Enkolpion verschiedene Formen hängender sakraler Bildnisse umfasst.

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